Dieses Lexikon soll dem Segellaien beim Verständnis der Berichte und Beiträge auf unserer WEB-Seite helfen.
Viele Begriffe entstammen der Sprache der Küstenbewohner, dem Plattdeutsch, gemischt mit dem Niederländischen, dem Englischen und dem Spanischen. Der Humor bzw. nicht ganz ernst zu nehmender Teil der Seemannssprache wird  Seemannsgarn genannt.

R & S

 

A Abdrift Abfallen Ablandig Ablenkung
  Absegeln Abwettern achtern - Achterschiff Achterleine
  Achterliek Achterspring Achterstag AIS
  Am Teller drehen Anholen Anker Ankerkette
  Ankern Ankerndes Wasserfahrzeug Ankertrosse Ankerwache
  Ankerwinsch Anluven Antifouling  
  Ansegeln astronomische Navigation Auf den anderen Bug gehen Auflandig
  Aufpallen Aufschießer Ausklarieren  
  Ausrauschen Außenborder    
B Backbord Baum-Niederholer Befeuerung Beidou
  beidrehen  beiliegen Beobachteter, wahrer Ort Besteckversetzung BV
  Bimini Blauwassersegeln Boje Boot und Wind
  Bug Bullenstander Bunkern  
C Cockpit Co-Skipper Crew  
D Deviation Dichtholen Dingi Dirk
E Ebbe Einklarieren Einzelgefahrzeichen Elektronische Navigation
F Fahrtbereich FB1 Fahrtbereich FB2 Fahrtbereich FB3 Fahrtbereich FB4
  Fahne Fahrtensegeln Fahrwassermittezeichen Fallen
  Fender Fieren Flagge Flaschenlog
  Flottille Flut     
G Galileo Gelcoat Gennaker Genua
  Genuaschot Gezeit Gieren  
  Gleiter Glonass GPS Großsegel
  Großschot      
H Hals Halse Heck Holepunkt
I IC International Cetificate Int 1    
J Jakobsstab      
K Kardinalzeichen      
  Karte Kartennavigation Klampe Klampenschlag
  Knoten Kopf Kompass Koppeln 
  Koppelort Kreuzen    
    Kurs Kurs am Wind Kurs halber Wind
  Kurs raumer Wind Kurs vor dem Wind    
L Lateralplan Lateralschwerpunkt Lateralzeichen  
  laufende Gut Lee Leegierig  
  Leuchtfeuer Log    
  Logbuch Legerwall Luke Lümmelbeschlag
  Luv Luvgierig    
M Magnetkompass Marina Missweisung Mooring
N Nenntragweite Niedergang Notpinne  
P Palstek Pantry Patenthalse Peilen
  Peilscheibe Plicht Plotter Pütting
R Radeffekt Radar Rahsegel Raumen
  Rechenturm Reffen Reffleinen  
  Regattasegeln Reitgewicht Reling Relingslog
  Relingsnetz Rollen Ruder Rumpf
  Rumpfgeschwindigkeit      
S Saling Schapp Schäkel Schiffsbewegungen
  Schoten Schothorn Schratsegel Schralen
        Schwojen
  Seekarte Seezeichen Segel Segelschwerpunkt
  Seiten des Bootes Sichtweite Sixtant Skipper
  Slamming Slip Sonderzeichen Spinnaker
  Spinnakerschot Sportbootschein Sprayhood Stag
  Stampfen Standlinie stehende Gut Steuerbord
T Tauchen Terrestische Navigation Teufelskralle Tide
  Tragweite Traveller Trosse  
U Unsicherer Ort Unterliek Unterliekstrecker  
V Variation Verholen Verdränger  
  Verkatten Vermuren Vorleine Vorliek
  vorn - Vorschiff Vorspring Vorstag  
W Wachführer Wahrer Ort Want Warpanker
  Wende Wind und Boot Wogen  

 

Abdrift oder Abtrift ist ein seitliches Versetzen (Abtreiben) von einem Boot, also eine Abweichung vom angestrebten Kurs. Abdrift wird bestimmt: durch den Einfluss des Windes, der Strömung und des Seegangs. Durch die Abdrift befindet sich das Boot an einer anderen Position als geplant. Der Vektor von dem geplanten Ort (Ziel oder Wegpunkt) zu dem tatsächlichen Ort wird Besteckversetzung genannt.

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Abfallen verändert den Kurs des Bootes weg vom Wind.

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Ablandig ist der Wind, wenn er vom Land aufs Meer bläst.

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Absegeln

Das letztmalige Segeln in einer Saison wird als Absegeln bezeichnet. Nach dem Absegeln werden die Boote aus dem Wasser geholt und ins Winterlager gebracht oder winterfest gemacht. Im Anschluss findet ein gemeinsames Beisammensitzen statt, wo über die Rückblicke der vergangenen Saison gesprochen wird.

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Abwettern – man bleibt so lange an einem sicheren Ort, bis sich das Wetter gebessert hat.

Abwettern

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Achterleine ist eine Leine zum Festmachen des Bootes am Steg. Sie wird vom Heck nach hinten zum Steg geführt und hindert das Heck an einer Bewegung vom Steg weg .

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Achterspring ist eine Leine zum Festmachen des Bootes am Steg. Sie wird am Boot von hinten nach vorne am Steg geführt und hindert das Boot an einer Bewegung nach hinten .

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Achterstag ist bei Segeljachten meist ein Stahlseil zur Absicherung des Mastes. Es stützt den Mast gegen Windkräfte von hinten. Es wird vom Heck zum Masttop geführt.

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AIS

Bedeutet Automatic Identification System (AIS; zu Deutsch: Automatisches Identifikationssystem) oder Universal Automatic Identification System (UAIS). Es ist ein Funksystem, das durch den Austausch von Navigations- und weiteren Schiffsdaten die Sicherheit und das Manövrieren im Schiffsverkehr verbessert.

Seit dem 1. Januar 2004 sind im Seeverkehr alle Berufsschiffe über 300 BRZ in internationalen Gewässern und seit dem 1. Juli 2008 auch solche über 500 BRZ in nationalen Gewässern verpflichtet, eine AIS-Anlage zu verwenden. Auch Schiffe, die länger als 20 m sind oder mehr als 50 Passagiere an Bord haben, müssen mit einem AIS-Bordgerät ausgerüstet sein.
Nicht unter diese Regelungen fallen Kriegsschiffe, dennoch sind die meisten mit einem AIS-Bordgerät, bei dem der Sender abschaltbar ist, ausgestattet.

AIS sendet abwechselnd auf zwei Kanälen im UKW-Seefunkbereich:
AIS 1 – 161,975 MHz (Kanal 87B)
AIS 2 – 162,025 MHz (Kanal 88B)

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Am Teller drehen ist ein Manöver mit dem ein Boot um 180° gedreht wird. Es wird abwechselnd der Vorwärts- und dann der Rückwärtsgang eingelegt und Gas gegeben. Dabei wird im Vorwärtsgang der vom Propeller ausgehende und am Ruder wirkende Wasserstrahl ausgenützt und im Rückwärtsgang der Radeffekt.

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Segel anholen bedeutet, die Schot verkürzen.

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Anker ist ein Hilfsmittel, das vom Schiff auf den Grund geführt wird und das Boot an Ort und Stelle fest hält. Anker, die auf Grund ihrer Form sich im Grund eingraben, benötigen einen horizontalen Abstand zum Schiff. Bei Änderung von Wind-, Wellen- oder Stromrichtung verändert sich auch die Position des Schiffes. Das Schiff schwojt.

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Ankerkette verbindet den Anker mit dem Schiff. Je schwerer die Kette ist, um so mehr verhindert sie das Heben des Ankerschaftes. Siehe auch Ankertrosse.

 

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Ankern

Unter Ankern versteht man ein Vorgang, um ein Wasserfahrzeug auf Grund festzuhalten, ohne das es durch Wind, Strömung, Welle oder andere Einflüsse abgetrieben wird. Anker halten auf Grund ihres Gewichtes oder Form. Auf Yachten werden Anker verwendet, die auf Grund der Form halten. Praktische Hinweise zu Ankern findest Du hier.

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Ankerndes Wasserfahrzeug

Laut KVR – Kollisionsverhütungsregeln muss jedes ankernde Wasserfahrzeug ein Zeichen führen. Zwischen Sonnenaufgang und -untergang ist es ein Ball, zwischen Sonnenuntergang und -aufgang ein Ankerlicht. Je nach Größe des Bootes sind es auch mehrere Lichter.

 Ankerzeichen

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Ankertrosse verbindet den Anker mit dem Schiff und wird auf kleineren Schiffen verwendet. Sie ist leichter zu handhaben, muss aber wesentlich länger als eine Ankerkette sein.

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Ein Crewmitglied wird zur Ankerwache bestimmt um zu beobachten, ob der Anker bei steigenden Windstärken hält.

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Ankerwinsch ist eine elektrische oder mechanische Winde für die Ankerkette. Sie ist meistens am Bug des Bootes befestigt. Unterhalb der Ankerwinsch ist im Rumpf eine Kammer, in der die Kette gestaut wird. Das Ende der Kette ist in der Kammer mit einer Leine am Rumpf befestigt. Am anderen Ende der Kette ist über einen Wirbelschäkel der Anker angehängt.

Ankerwinsch

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Anlegen an eine Boje - in den Naturschutzgebieten gibt es oft Bojen zum Anlegen - Ankern ist verboten. Damit wird der Meeresgrund - Flora geschont. Die Bojen können unterschiedlich gebaut sein, folgende 4 Typen sind uns bekannt:

  1. Boje mit durchgehender Befestigungsstange mit Ring oben
  2. Boje mit Ring unten
  3. Boje mit Leine an der durchgehenden Befestigungsstange
  4. Boje mit Leine und Kleinboje

Anlegen an einer Boje findest Du hier.

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Anluven verändert den Kurs des Bootes zum Wind.

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Ansegeln - das erstmalige gemeinsame Segeln in einer Saison. Vor dem Ansegeln werden die Boote aus dem Winterlager geholt, zu Wasser gebracht und die Masten gestellt.

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Antifouling ist ein Anstrich am Rumpf sowie Kiel und Ruder um dem Bewuchs von Organismen an der Oberfläche entgegen zu wirken.

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Astronomische Navigation – darunter versteht man Standortbestimmung mithilfe der Himmelskörper. Mit einem Sixtant wird der Winkel zwischen dem Horizont und der Sonne, Mond, Planeten oder Sternen gemessen. Es müssen immer mindestens zwei Messungen – entweder zwei Himmelskörper zum etwa gleichen Zeitpunkt oder ein Himmelskörper mit einer zeitlichen Differenz (3-4 Std.) – durchgeführt werden. Außer dem Sixtant wird noch sekundengenaue Uhr und Jahrestabellen mit den Daten der Himmelskörper benötigt. Der wahre Horizont ist auch in einer hellen Nacht nicht sichtbar, damit ist die Standortbestimmung nur am Tag oder in der Dämmerung mit den Mitteln der Sportschifffahrt möglich. Die genaue Uhr ist wichtig, weil die Erde dreht sich am Äquator mit 463 m/sek. D. h. mit 4 Sekunden Ungenauigkeit ist der Standort 1 sm falsch.

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Auf den anderen Bug gehen ist der Kurswechsel eines Segelbootes, damit der Wind von der anderen Bootsseite kommt.

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Auflandig ist der Wind, wenn er vom Meer aufs Land bläst.

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Aufpallen bedeutet, das Boot an Land auf Stützen zu stellen.

aufpallen

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Mit einem Aufschießer wird ein Segelboot schnell gegen dem Wind gedreht, sodass es zum Stillstand kommt. Dieses Manöver ist geeignet um eine Person oder einen Gegenstand an Bord zu nehmen oder am Steg anzulegen.

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Ausklarieren und Einklarieren ist die Formalität bei der Überschreitung der Staatsgrenze. Innerhalb des Schengenraumes ist Klarieren nicht notwendig. Im Hafenhandbuch werden die Orte mit Behördenstellen, bei denen das Aus- und Einklarieren möglich ist, beschrieben. Bei manchen Inselstaaten ist das Aus- und Einklarieren auch bei einer Fahrt von Insel zu Insel vorgeschrieben (z.B.: Kap Verdische Inseln).

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Das Ausrauschen ist ein unkontrolliertes Freigeben von Leinen oder einer Ketten.

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Außenborder wird ein Motor genannt, der frei am Boot montiert ist. Z.B.: am Dinghi und anderen Schlauchbooten, an kleinen Fischerbooten, auf manchen Motorbooten.

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Der Baum-Niederholer verhindert, dass der Baum bei raumen Kurs und bei Kurs vor dem Wind vom Segel nicht angehoben wird. Dieser Seilzug wird zwischen Baum und Mastfuß geführt.

BaumNiederholer

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Befeuerung sind in der Seefahrt Licht- oder Funksignale, die zur Navigation dienen. Siehe auch Leuchtfeuer.

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Beidou ist das chinesische Satellitennavigationssystem. Es besteht aus geostationären und umlaufenden Satelliten. Die Genauigkeit wird mit 10 m oder 0,7 km/h angegeben. Wird von chinesischem Militär verwaltet. Siehe auch GPS, Galileo und Glonass.

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Beidrehen - Ankern mitten am Meer – geht das? Natürlich nicht, aber mit dem Beidrehen – Manöver kann man sich auf einem Segelboot eine Pause verschaffen. Unter anderem auch um in Ruhe eine Tasse Kaffee zu trinken. Oder im Ernstfall eine Person oder Gegenstand aus dem Wasser zu bergen. Auch bei stürmischen Wetter kann beigedreht werden (und dann Beiliegen), so abzuwettern. Wie es geht, liest Du hier.

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Beobachteter, wahrer Ort wird durch Peilung oder GPS ermittelt. Auf der Karte wird er mit Ob markiert.

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Besteckversetzung BV ist die „Verschiebung“ zwischen geplantem Ort (Koppelort) und dem tatsächlichen Ort (beobachteter Ort). Dargestellt wird sie als Vektor vom Koppelort zum beobachteten Ort, gemessen werden Distanz und Winkel.

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Bimini, auf dem Boot, ist die Abdeckung des Cockpits. Meistens wird auf einer Rohrkonstruktion ein Tuch gespannt. Diese ist dann zusammenlegbar um eine freie Sicht auf das Großsegel zu bekommen. Bimini schützt vor der Sonne, nicht gegen den Wind. Es gibt auch Biminiaufbauten mit festem Dach.

Bimini1

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Blauwassersegeln wird als modernes Nomadenleben fernab der Zivilisation verstanden. Das Boot muss besonders ausgestattet sein um für Wochen und Monate autarkes Leben zu ermöglichen.

 Anfang

Die Seiten des Bootes im Bezug zum Wind werden mit Luv und Lee bezeichnet. Luv ist die dem Wind zugewandte Bootsseite, Lee ist die dem Wind abgewandte Bootsseite.

Luv Lee

 

 Anfang

Der Bullenstander ist auf Kursen vor dem Wind, bei gesetztem Großsegel eine wichtige Sicherheitsmaßnahme. Er verhindert das Umschlagen des Großsegels bei einer Patenthalse und minimiert somit die Bruchgefahr des Baumes, wenn er unerwartet ins Wasser eintaucht. Bei Kurs vor dem Wind wird das Großsegel voll gefiert und mit dem Bullenstander, einer Leine, die von der Nock zur Vorklampe abgespannt ist, gesichert.

 Anfang

Bunkern ist in der Sportschiffsfahrt das Vorbereiten des Bootes mit Treibstoff und mit Lebensmittel für den bevorstehenden Törn. Da bei den Charterbooten der Tank bereits voll gefüllt ist, wird damit hauptsächlich der Lebensmitteleinkauf gemeint.

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Cockpit - Plicht ist bei Segel- und Motorbooten der offene Teil an Deck, in dem sich die Crew während der Fahrt aufhält. Das Cockpit befindet sich entweder achtern oder mittschiffs. Es kann mit einer Bimini als Sonnenschutz bedeckt. Fast auf allen Booten gibt es einen (aufklappbaren) Tisch in der Mitte, um zum Beispiel Mahlzeiten einzunehmen.
Auf Segelyachten sind in diesem Bereich auch die Winschen für die Segel angebracht. Die Bänke rund um den Steuerstand sind so angeordnet, dass man sowohl stehend wie auch sitzend steuern kann.
Vom Cockpit aus kann man die Klampen bedienen. Vom Cockpit kann man bei Kajütbooten über den Niedergang unter Deck gehen.

 Cockpit

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Co-Skipper – unterstützt und vertritt den Schiffsführer (Skipper). Die Letztverantwortung hat immer der Skipper.

 Anfang

 

Crew - Schiffsbesatzung sind der Skipper, der Co-Skipper und alle anderen Personen auf einem Boot.

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Deviation/Ablenkung wird die Verfälschung der Richtung der Kompassnadel durch Metallteile oder elektrische Leitungen am Boot, bezeichnet. Diese Ablenkung wird bei unterschiedlichen Kursen in die Deviationstabelle eingetragen und bei der Navigation berücksichtigt.

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Mit dem Begriff Dichtholen (Schoten und Fallen) ist gemeint, so viel anholen wie es nur geht ohne Materialschaden zu verursachen.

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Dingi auch Dinghi oder Dinghy ist ein kleines Boot, das von  einem Außenbordmotor oder mit Riemen angetrieben wird. Auf den Segelbooten ist es meistens aufblasbar.

dinghy

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Die Dirk hält den Großbaum, wenn das Segel geborgen ist. Ohne diesen Halt würde der Großbaum auf das Deck fallen. Nach dem Segelsetzen wird die Dirk lose geführt.

Dirk

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Elektronische Navigation in der Schiffsfahrt ermöglicht mithilfe von GPS eine Standortbestimmung auf einer Karte, die auf dem Bildschirm dargestellt ist. Folgende Komponenten werden dafür benötigt:

  • Hardware – Plotter, PC, Tablett, Smartphon
  • Software – Navionics, OpenCPN, iNavX marin, Transas Isailor
  • Karten – Dateien mit „Kartenfotos„ – Rasterkarten, Dateien mit Beschreibung der Karten – Vektorkarten

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Fahne oder Flagge - wo ist der Unterschied:
"Unter FAHNE versteht man ein Stück Tuch, das an einem Stock befestigt ist. Die Fahne wird getragen oder aufgestellt.
Die FLAGGE ist ein Stück Tuch, das mittels einer Leine an einem Mast gehisst wird. Das Flaggentuch kann auch plan an eine Wand geheftet werden."

Das bedeutet am Segelboot gibt es immer Flaggen.

 

Rot-weiss-rot oder mit Bundeswappen (Adler):
Rot-weiss-rot mit Bundeswappen ist die Dienstflagge des Bundes.

Das bedeutet, wenn am Schiff nicht der Bundespräsident, ein Bundesheergeneral oder ähnliche Persönlichkeit anwesend ist, darf nur die rot-weiss-rote Flagge gesetzt werden.

Mehr Infos hier.

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Fahrtensegeln sind meist mehrtägige Fahrten mit einem Segelboot. Der Start und Zielhafen kann gleich oder unterschiedlich sein. Eine solche Fahrt kann sportlich oder weniger anspruchsvoll sein. Es geht nicht um den Wettkampf mit anderen Booten. Die Dauer der Fahrt kann von kurzem Tagestörn bis zur mehrere Jahre dauernden Weltumsegelung variieren. Die Faszination des Segelns besteht auf der notwendigen Konzentration auf die Vorgänge in der umgebenden Natur. Das Arrangieren mit den Kräften von Wind und Wasser bewirken schon nach kurzer Zeit einen starken Erholungseffekt vom Alltag.

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Fallen sind Leinen, die mit einem Ende am Kopf von Segeln befestigt sind, um sie hoch zu ziehen. Sie sind nach den verschiedenen Segeln benannt, z.B.: Großfall, Genuafall, Spinakerfall usw.

 Anfang

Fender ist eine „Wurst“ oder ein Ball aus Kunststoff, als Puffer zum Schutz des Bootrumpfes, dort, wo eine Kollision mit beweglichen oder festen „Feinden“ auftreten kann. Z.B. bei Hafenmanövern, am Liegeplatz an einem Steg oder einer Mole oder zwischen Booten. Er kann längliche oder runde Form und unterschiedliche Größe haben.

Fender

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Segel fieren bedeutet, die Schot kontrolliert nachlassen. Mit Ausrauschen wird ein unkontrolliertes Fieren bezeichnet.

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Flaschenlog - ist eine Methode die Geschwindigkeit des Bootes, durchs Wasser, zu messen. Dabei wird eine halb gefüllte Flasche, die an einer 50m langen Leine befestigt ist, am Heck des Bootes ins Wasser geworfen. Es wird die Zeit gemessen bis die Leine spannt und die Flasche gezogen wird. Mit dem Flaschenlog wird eine längere Zeitspanne gemessen und damit ist eine höhere Genauigkeit erreichbar als mit Relingslog. Die Kenntnis der Geschwindigkeit ist notwendig bei der Berechnung der Distanz für die Koppelnavigation. Ungenau ist die Messung, wenn Strom vorhanden ist

Z.B.: Leinenlänge 50m, gemessene Zeit 20sek         50:20=2,5m/s ≈ 5kn (genauer 4,9kn)

 

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Flottille ist eine kleine Gruppe von Schiffen, es ist eine Verkleinerung einer Flotte. Der Begriff Flottille wird auch im Segelsport verwendet. So werden gemeinsame Segeltörns mehrerer Boote als Flottillensegeln bezeichnet. Wie SFV-Strongbow Flottille versteht lese hier.

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Galileo ist ein europäisches Satellitennavigationssystem. Auftraggeber ist die Europäische Union und wird nicht vom Militär betrieben. Der Sitz der Galileo – Agentur befindet sich in Prag. Arbeitet auf anderen Frequenzen wie GPS, Glonass und Beidou.

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Gelcoat ist eine Schutzschicht/Hartlack, der auf dem faserverstärkten Kunststoff - Rumpf des Bootes aufgetragen wird. Damit wird der Rumpf gegen Feuchtigkeit, UV Strahlung und Druckschäden geschützt.

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Genua wird ein großes Vorsegel genannt, das anstelle einer Fock verwendet werden kann. Im Gegensatz zur Fock überlappt die Genua den Mast. Das heißt, das Schothorn befindet sich hinter dem Mast. Bei vielen Segelboottypen ist die Segelfläche der Genua größer als die, des Großsegels.
Bei Segelmanövern unter Genua kann sich das Schothorn oder die Genuaschot am Mast, den Mastbeschlägen oder anderen Gegenständen verfangen.

Segelbezeichnung

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Gennaker ist ein großes, bauchiges, asymmetrisch dreieckiges Vorsegel, das aus relativ leichtem Segeltuch hergestellt wird und sich für Raum- bis Halbwindkurse eignet.

Gennaker

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Gezeit – Tide sind Bewegungen des Meeresspiegels verursacht durch die Anziehungskraft des Mondes und der Sonne und durch die Rotation von Erde und Mond um den gemeinsamen Schwerpunkt. Die Steigung des Wasser wird Flut, das Fallen des Wasser wird Ebbe genannt.

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Gleiter sind Boote, die sich mit zunehmender Geschwindigkeit aus dem Wasser heben und darauf gleiten. Dazu sind leichte Bauweise, geeignete Form des Rumpfes und leistungsstarker Motor notwendig. Siehe auch Verdränger.

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Glonass – Globales Navigation Satelliten System betrieben von Verteidigungsministerium der Russischen Federation. Hat ähnlichen Aufbau und Funktion wie GPS.

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GPS – Globales Positionsbestimmungssystem der USA mithilfe von Satelliten. Der GPS-Empfänger empfängt Signale von unterschiedlichen Satelliten und aus der Laufzeit des Signales wird die Position errechnet. Siehe auch Glonass, Galileo und Beidou

 ConstellationGPS

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Großsegel wird ein Segel bezeichnet, das entlang des Mastes und Großbaumes geführt wird.

Segelbezeichnung

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Halse ist ein Segelmanöver, bei dem der Kurs so geändert wird, dass das Heck durch den Wind geht und dieser von der anderen Bootsseite kommt. Am Segelboot mit Schratsegeln muss die Halse von der Crew vorbereitet werden.
Eine ungewollte Halse wird Patenthalse genannt.

Halse

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Der Holepunkt führt und lenkt eine Schot zwischen Schothorn am Segel und dem losen Ende der Schot, durch einen Block.Lochschiene
Unterschiedlichen Segeln und wechselnden Windverhältnissen wird die Position des Holepunktes angepasst. Über einen Schlitten auf einer Lochschiene oder durch einen Flaschenzug sind Holepunkte (steuerbord und backbord) verstellbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Int 1 ist das Verzeichnis aller in den Internationalen Seekarten verwendeten Symbole und Abkürzungen. Es wird herausgegeben von der „International Hydrographic Organization (IHO)“.

 Int1

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Jakobsstab (Gradstock) dient zur Winkelmessung zwischen zwei Objekten. In der Seefahrt wurde es zur Winkelmessung zwischen Horizont und einem Gestirn verwendet. Der Navigator hält auf Augenhöhe einen Langstab und verschiebt auf diesem einen Querstab so lange, bis jeweils ein Ende des Querstabes den angepeilten Stern und den Horizont berührt. Auf dem Langstab kann der Winkel direkt abgelesen werden. Der Jakobsstab wurde im 18. Jahrhundert durch einen Vorläufer des heutigen Sextanten ersetzt.

jakobstab

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Klampe, sie dient zum Belegen (Befestigen) einer Leine. Der entsprechende Knoten heißt Klampenschlag.

klampe

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Klampenschlag 1 oder 1 1/2 Rundtörn, 2 Kreuzschläge, 1 Kopfschlag. Die Leine wird zuerst um den bugwertigen Steg der Klampe geführt. Beim Kopfschlag muss ein Kreuz liegen.
Die Haltekraft ist bereits durch den Rundtörn und Kreuzschlag gegeben. Der Kopfschlag verhindert, dass sich die Leine löst.

Klampe richtig belegen.

Klampe falsch belegen.

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Knoten in der Seefahrt verbinden zwei Leinen, erzeugen Augen oder verbinden Leinen mit festen Gegenständen. Ein nautischer Knoten lässt sich einfach knüpfen, hält verlässlich unter Last und lässt sich unbelastet leicht wieder lösen. Der Klampenschlag ist eine Ausnahme, er lässt sich unter Last binden und lösen. Für Motor- und Segelbootscheine werden folgende Knoten geprüft:
Achterknoten
Schotstek einfach und doppelt
Kreuzknoten
Webeleinstek
Palstek
Stopperstek
Klampenschlag
Rundtörn

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Kompass, Magnetkompass ist ein Gerät, dass die Richtung zum magnetischen Nordpol anzeigt. Der Magnetkompass besteht aus einem drehbaren magnetischen Zeiger in einem Gehäuse. Am Rand des Gehäuses wird eine Winkelskala angebracht. Die Abweichungen der Feldlinie sind in Europa sehr genau bekannt, damit kann aus der Anzeige eine präzise geographischen Nordrichtung ermittelt werden. Variation - Missweisung und Deviation - Ablenkung müssen beim Umrechnen von magnetischen Nordpol auf den geographischen Nordpol einbezogen werden.

Kompass

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Koppeln ist das rechnerische oder zeichnerische Extrapolieren des Schiffsortes vom letzten sicheren Standort aus. Das Mitverfolgen der Schiffsbewegung auf der Seekarte allein auf der Basis der seitdem zurückgelegten Kurse und Distanzen (also ohne Ortsbestimmung) vom letzten bekannten Ort aus, weil keine weiteren (beobachteten) Informationen zur Verfügung stehen.

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Koppelort, unsicherer Ort, wo ich glaube zu sein. Der Koppelort wird durch das Koppeln ermittelt. Auf der Karte mit Ok markiert.

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Mit Kreuzen kann das Segelboot ein Ziel erreichen, dass sich dort befindet von wo der Wind weht. Dabei wird der Kurs am Wind gefahren, eine Wende gemacht und wieder Kurs am Wind gefahren. Wiederholend bis das Ziel erreicht ist.

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Unter Kurs versteht man den Winkel zwischen einer Bezugsrichtung und der Bewegungsrichtung des Bootes.

  1. Bezugsrichtung Nord: Der Kurs wird immer dreiziffrig, in Graden angegeben (z.B: 271°, 015°).
  2. Beim Segeln wird der Kurs auch mit der Bezugsrichtung Wind angegeben, wobei es 4 mögliche Kurse gibt:
  • Kurs am Wind
  • Kurs halber Wind
  • Kurs raumer Wind
  • Kurs vor dem Wind

Anfang

Kurs am Wind liegt an, wenn der Wind schräg von vorne weht.

Anfang

Kurs halber Wind liegt an, wenn der Wind von der Seite weht.

Anfang

Kurs raumer Wind liegt an, wenn der Wind schräg achtern weht.

Anfang

Kurs vor dem Wind liegt an, wenn der Wind von achtern weht; das Boot fährt in die selbe Richtung wie der Wind.

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Unter Lateralplan versteht man die seitliche Ansicht des Schiffteiles, der im Wasser liegt. Je grösser der Lateralplan (im Bild blau) ist, desto weniger wird das Boot seitlich verschoben.

 

Lateralplan

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Lateralschwerpunkt ist der Punkt, in dem man die Wirkung des Wassers gegen die Abdrift zusammenfassen kann.

Lateralschwerpunkt

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Das laufende Gut umfasst alle Schoten und Fallen, mit denen der Segeltrimm erfolgt. Auch Dirk, Baumniederholer, Unterliekstrecker, Reffleinen und Bullenstander, sowie diverse weitere Leinen auf alten Segelbooten zur Bedienung der Segel, gehören dazu.

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Leegierig nennt man die Eigenschaft des Bootes, sich selbstständig mit dem Wind zu drehen. Wenn der Segelschwerpunkt vor dem Lateralschwerpunkt liegt, entsteht ein Drehmoment mit dem Wind.

Leegierig

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Legerwall

Ein Boot „liegt auf Legerwall“, wenn es durch Wind, Seegang oder Strömung zu einer Küste getrieben wird und sich nicht mit eigener Kraft (Motor oder Segel) erfolgreich gegen die Kräfte der Natur wiedersetzen kann. Als Folge besteht die Gefahr, dass es an der Küste strandet.

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Leuchtfeuer dienen zur Navigation in der Seefahrt. Viele, bei Tag sichtbare Seezeichen senden bei Dunkelheit oder schlechter Sicht, Lichtsignale aus. Um viele Leuchtfeuer in einem Gebiet unterscheiden zu können, bekommen sie eine Kennung, die in der Karte verzeichnet ist:

  • Art und Wiederholung des Lichtsignals
  • Wiederkehr des Lichtsignals
  • Höhe der Lichtquelle
  • Tragweite

Z. B.: FL (3)10s41m8Nm bedeutet Fl – Blitzlicht, (3) 3 mal, 41 m die Höhe über Null, 8 Seemeilen Tragweite des Lichtsignals

Leuchtfeuer

So funktioniert die Mechanik von einem Leuchtfeuer: Video

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Log (auch Logge) ist eine technische Einrichtung um Geschwindigkeit des Bootes im Wasser (nicht über Grund!) zu messen. Ein kleiner Propeller wird an der Außenseite von Rumpf durch vorbei fließendes Wasser gedreht. Die Drehzahl wird elektronisch auf einem Instrument angezeigt. Nach einem Winteraufenthalt des Bootes im Wasser wächst der Propeller zu und muss bei Saisonbeginn gereinigt werden.

Logge

 

Früher hat man ein Stück Holz an einer Leine ins Wasser geworfen und die Länge der Logleine gemessen, die in einer bestimmten Zeit (gemessen mit Sanduhr – Logglas), abgespult wurde.

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Logbuch sind schriftliche Aufzeichnungen, mit denen Hilfe der Törn nachvollziehbar ist. In der Sportschiffsfahrt werden folgende Daten aufgezeichnet:

  • Ausgang- und Zielort
  • Datum
  • Uhrzeit
  • Wind Richtung und Stärke
  • Seegang
  • Luftdruck
  • Bewolkung
  • Position
  • Antriebsart
  • Distanz des Tages
  • Unter Segel
  • Unter Motor
  • Motorstunden

Das Führen eines Logbuches ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Für eigene Dokumentation, Nachweis der Seemeilen und im Schadensfall wird eine Dokumentation des Törns verlangt.
Das Angebot an Logbücher ist im nautischen Handel sehr vielfältig. Ich habe mich trotzdem zu einer eigenen Lösung entschlossen.

Logbuch2

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Luke eine Öffnung im Schiff z. B.: Fenster zum Öffnen, fest verglast, Ladeluke etc.

Luke1Luke2

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Der Lümmelbeschlag verbindet den Großbaum mit dem Mast. Durch diese Verbindung kann sich der Großbaum sowohl seitlich wie auch nach oben und unten bewegen.

Luemmelbeschlag

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Luvgierig nennt man die Eigenschaft des Bootes, sich selbstständig gegen den Wind zu drehen. Wenn der Segelschwerpunkt hinter dem Lateralschwerpunkt liegt, entsteht ein Drehmoment zum Wind.

Luvgierig

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Mooring ist eine Leine oder Kette für das Festmachen von Booten in einer Marina, an einer Mole. Die Mooring ist mit einem Ende an einem Betonklotz oder einer stärkeren, quer am Grund des Hafenbeckens verlaufenden Kette (Mooringkette), befestigt. Das andere Ende wird am Boot befestigt. An diesem Ende ist eine sogenannte Pilotleine als Vorläufer angebracht. Die Pilotleine ist an Land belegt, sodass man sie vom Boot aus mit einem Bootshaken aufnehmen kann.
Beim Anlegen nimmt ein Mitglied der Crew die Pilotleine mit einem Bootshaken auf, zieht mit dieser die Mooring aus dem Wasser und begibt sich mit ihr zum Bug. Nachdem die Mooring an einer Klampe auf dem Bug belegt ist, wird sie durch Rückwärtsfahrt gespannt. Erst dann werden die Achterleinen des Schiffes endgültig belegt. Beim Hantieren mit der Mooring besteht Verletzungsgefahr durch scharfkantige Muscheln, die sich an ihr festgesetzt haben können. Es empfiehlt sich, dabei feste Handschuhe zu verwenden.

Mooring

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Marina ist ein Yachthafen für Segel- und Motorboote. Die gewerblich genutzte Hafen bieten Platz für Dauerlieger und Gäste. Die Gebühren werden meistens pro Schiffslänge berechnet. Die Ausstattung variiert von reinem Schwimmsteg bis zum Wasseranschluss, Strom, sanitären Räumlichkeiten und im Norden steht oft auch eine Sauna zur Verfügung. Viele Hotel- und Restaurantbesitzer haben für ihre Kunden kostenlose Anlegemöglichkeit geschaffen.

Anfang

Nenntragweite ist die Tragweite, die in der Kennung des Leuchtfeuers angegeben ist. Sie beträgt 74% der maximalen Tragweite. Siehe auch Sichtweite.

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Als Niedergang werden einige Stufen bezeichnet, die auf einem Boot zwei Ebenen mit einander verbinden (z.B.: Salon mit Cockpit).

Niedergang

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Die Notpinne kommt zum Einsatz, wenn die Übertragung der Drehbewegung des Steuerrades zum Ruderblatt gestört ist. Die Notpinne wird direkt auf den Schaft des Ruderblattes gesteckt.
Siehe Video

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Der Palstek kann nach unterschiedlichen Methoden gebunden werden.
Eine Variante davon ist: man bildet ein Auge, zieht die Leine, die vom Boot kommt durch das Auge, durch die so entstandene Schlinge führt man das freie Ende der Leine und bildet eine Bucht (Haarnadelform). Danach schiebt das Auge über die Bucht.
Der Palstek wird als Festmacher verwendet.
Das Video zeigt mehr als tausend Worte ausdrücken können:
https://youtu.be/vqWgCU8gyS4

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Pantry wird eine kleine Kochzeile auf Jachten genannt. Sie besteht meistens aus einer kleinen Arbeitsfläche mit Abwasch, Gaskochfeld und Kühlschrank und/oder Kühltruhe.

Pantry 

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Patenthalse ist eine unkontrollierte Halse ohne Vorbereitungen von Schiff und Crew oder passiert durch mangelhafte Manöverausführung. Dabei schlägt der Großbaum auf die andere Bootsseite. Es besteht große Gefahr für die Crew und das Boot. Bei Kurs vor dem Wind wird ein Bullenstander gesetzt, damit eine plötzliche Windänderung nicht zu einer Patenthalse führt.

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Peilen, Peilung dient im Nautischen der Navigation und ist eine Winkelmessung zwischen einem Objekt und einer Bezugsrichtung. Das Ergebniss - der Winkel wird ebenfalls als Peilung bezeichnet. Die Linie vom Beobachter zum Objekt wird Standlinie genannt.
Bezugsrichtung:

Objekte:

  • Objekte an der Küste oder im Wasser, die auch in der Karte markiert sind
  • Himmelskörper

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Peilscheibe ist ein Hilfsmittel zum Messen von Winkeln. Sie besteht aus einem fixen Kreis mit Gradeinteilung und einem drehbaren Arm mit zwei Markierungsstrichen. Sie wird vor allem zur Seitenpeilung für die Ortsbestimmung in der Navigation verwendet.

Peilscheibe

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Plotter – unter diesem Begriff werden:

bezeichnet.

Plotter2x

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Pütting dient zu Befestigung der Wanten am Rumpf. Die Pütting wird durch das Deck auf die Innenseite des Rumpfes geführt. Sie sind besonders robust und der Rumpf ist an dieser Stelle verstärkt.

Ptting

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Radar ist ein Erkennungs- und Ortungssystem auf Grundlage elektromagnetischer Wellen. Es sendet ein kurzes Funksignal und empfängt die Reflexion von leitenden Gegenständen (Salzwasser und Metalle). Aus der Laufzeit wird die Entfernung ausgerechnet und dargestellt, die Ausrichtung der Richtantenne wird am Bildschirm als Peilstrahl angezeigt.

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Radeffekt

Radeffekt entsteht durch die Wirkung der drehenden Schraube auf das Wasser. Es entstehen zwei Kräfte:

  • Einer der Kräfte ist die spiralförmige Bewegung des Wassers, die durch die Schraube erzeugt wird. Die Drehbewegung überträgt sich auch auf das Boot und schiebt es seitlich weg. Diese Kraft wirkt sowohl im Vorwärts- wie im Rückwärtsgang.Schraubenspirale  
    Video der Spirale.  



  • Die zweite Kraft ist die Zentrifugalkraft. Durch die Drehung der Schraube wird das Wasser auch zentrifugal in der Ebene der Schraube in alle Richtungen geschleudert. Vom Bootsrumpf wird das Wasser reflektiert und schiebt das Boot in dieselbe Richtung wie die Wasserspirale.
    Zentrifugal

 

Die Summe dieser Kräfte ergibt eine seitliche Bewegung des Bootes – Radeffekt. Dieser wirkt in Vorwärts- und Rückwärtsfahrt.
In Vorwärtsfahrt ist der Wasserstrahl nach hinten gerichtet und umströmt das Ruder. Der Rudergänger kann sofort reagieren und den Radeffekt durch Lenken ausgleichen. Somit wird dieser kaum wahrgenommen.
In Rückwärtsfahrt ist der Wasserstrahl nach vorne gerichtet. Das Wasser umströmt das Ruder erst dann, wenn das Boot Fahrt aufgenommen hat. Dies dauert einige Zeit.
Der Radeffekt ist von Schiff zu Schiff unterschiedlich stark ausgeprägt:

  • Abhängig von der Rumpfform wirkt das reflektierte Wasser schwächer oder stärker.
  • Abhängig von der Distanz der Schraube zum Rumpf.
  • Die Hebelwirkung des Wasserdruckes ist abhängig von der Distanz der Schraube zum Heck.

Praktischer Tipp zu diesem Thema findest Du hier.

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Rahsegel sind quer zu Schiffslängsachse gesetzt. Damit erreichen sie höhere Geschwindigkeit beim Kurs vor dem Wind. Setzten, Reffen, Bergen und Manöver sind mit hohem Aufwand verbunden.

Rahsegler

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Raumen ist die Änderung der Windrichtung nach Achter. D.h. bei unverändertem Kurs müssen die Segeln gefiert werden.

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Rechenturm wird für die Berechnung der Kurse verwendet. Da der magnetischer Nordpol mit dem geographischen nicht übereinstimmt, muss um die Missweisung der Kurs korrigiert werden. Folgenden Faktoren mussen bei der Umrechnung von Kompasskurs auf Kartenkurs (Kurs über Grund) berücksichtigt werden:

Rechenturm2

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Reffen bedeutet Segelfläche verkleinern. Die Segelfläche verkleinern hat den Nachteil, dass das Segelprofil verloren geht und die Wirkung des Segels verändert ist.
Bei der Genua wird dies mittels einer Rollreffanlage durchgeführt. Mit dieser wird die Genua auch vollständig geborgen.
Bei einem Großsegel gibt es mehrere Möglichkeiten zum Reffen und Bergen:

  • Rollmast – das Großsegel wird in den Mast hineingewickelt.
  • Rollbaum – das Großsegel wird in den Großbaum gewickelt.
  • Lazy Back – das Großsegel wird mit den Reffleinen in eine Tasche am Großbaum, in mehreren Stufen, hineingezogen.
  • Bindereff – das Großsegel wird mit mehreren Bändseln in unterschiedlicher Höhe zusammengebunden.

Reffsysteme

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Reffleinen sind Leinen, mit denen ein Teil des Segels in die Segeltasche (Lazy Back) eingezogen wird. Damit kann die Segelfläche stufenweise verkleinert werden. Es werden zwei oder eine umlaufende Leine für Achterliek und Vorliek geführt. Wenn es 2 Leinen gibt, haben diese für die entsprechende Reffstufe die selbe Farbe.

Reffleinen

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Regattasegeln ist ein Wettbewerb mit Segelbooten. Es werden mehrere Wettfahrten gestartet, deren Ergebnisse zusammen gezählt und so der Gewinner ermittelt. Die Regatta kann einige Stunden (bei den Olympischen Spielen), aber auch Monate (Volvo Ocean Race) dauern. Der Weltverband aller Segelsportarten ist der World Sailing.

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Reitgewicht beschwert die Ankerkette. Bei einer Windböe oder Welle wird zuerst das Reitgewicht angehoben und erst dann der Ankerschaft, damit steigt die Haltekraft des Ankers.

Reitgewicht

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Reling

Als Reling wird ein Geländer auf dem Deck bezeichnet. Auf den Jachten werden im Deck Stützen angebracht, die mit einem Drahtseil auf zwei Ebenen verbunden sind.

Reling 500x176px

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Relingslog – ist eine Methode die Geschwindigkeit des Bootes, durchs Wasser, zu messen. Dabei wird ein Schwimmkörper am Bug des Bootes ins Wasser geworfen und die Zeit gemessen bis dieser das Heck passiert. Aus der Länge des Bootes und der Zeit lässt sich die Geschwindigkeit des Bootes berechnen. Da die gemessene Zeit bei einem Segelboot von 15m Länge gering ist, wiederholt man zur Reduzierung von Messfehlern den Vorgang 2-3 mal. Daraus berechnet man die Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Kenntnis der Geschwindigkeit wird bei der Berechnung der Distanz für die Koppelnavigation benötigt. Ungenau ist die Messung, wenn Strom vorhanden ist.

Z.B.: Bootslänge 15m, gemessene Zeit 6sek         15:6=2,5m/s ≈ 5kn (genauer 4,9kn)

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Relingsnetz

Auf der Reling montiertes Netz, dass das hinausrollen von Kindern oder Gegenständen verhindert.

Relingsnetz 500x328px

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Das Ruder ist die Einrichtung des Bootes, mit der die Fahrtrichtung geändert wird. Das Drehmoment des umströmenden Wassers verschiebt das Heck und dreht das Boot in die gewünschte Richtung. Ohne Fahrt im Wasser wirkt das Ruder nicht.
Die Übertragung der Bewegungen des Steuerrades zum Ruderblatt erfolgt über Seilzüge, Ketten oder Hydraulik. Bei Defekt in der Übertragung kann in bei Sportbooten das Ruderblatt mit einer Notpinnen gesteuert werden.
Statt Ruder wird auch der Begriff Steuerruder oder Steuer verwendet.

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Rumpf – Schiffsrumpf – Bootsrumpf – Schiffsschale ist der Teil des Bootes, der für die Schwimmfähigkeit des Bootes sorgt. In der Sportschifffahrt kommen sowohl Einrumpf- als auch Mehrrumpfboote (Katamaran) zum Einsatz. Rumpfmaterial kann Holz, Kunststoff (GFK), Stahl, Aluminium und auch Beton sein.
Je nach der Form des Rumpfes unterscheiden wir formstabile und gewichtstabile Segelboote.

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Rumpfgeschwindigkeit – Die Geschwindigkeit eines Bootes kann nicht beliebig gesteigert werden. Mit steigender Geschwindigkeit eines Schiffes in Verdrängerfahrt wächst die Wellenlänge der Bugwelle. Wenn durch hohe Geschwindigkeit die Heckwelle die Bugwelle einholt, sinkt das Heck des Schiffes in das so entstandene Wellental ab. Folglich muss das Schiff gegen die sich steil aufbauende Bugwelle anlaufen. Damit wächst der zu überwindende Strömungswiderstand und die Geschwindigkeit nimmt nicht zu. Auch mit einer überdimensionierten Motorisierung kann die Rumpfgeschwindigkeit nicht gesteigert werden.
Achtung: Beim Abschleppen eines Segelbootes (Verdränger) durch ein Motorboot (Gleiter) muss darauf geachtet werden, dass das Motorboot nicht schneller als die Rumpfgeschwindigkeit des Segelbootes fährt.

Die Rumpfgeschwindigkeit für einen Verdränger kann annähernd mit folgender Formel berechnet werden:

Vmax 2,43 *√Lwl       [kn]

Lwl…… Länge der Wasserlinie

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Saling sind an beiden Seiten des Mastes befestigt und dienen zur Umlenkung der Wanten von der Mastspitze zur Pütting.

 Saling

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Schapp auf Plattdeutsch ein hängender Kasten. Wird auf dem Segelboot auf alle Kästen und Laden angewendet.

Schapp

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Schäkel dient zum Verbinden von Leinen, Drahtseilen und Ketten. Ein Schäkel besteht aus einem U-förmigen Bügel mit einem Gewinde für einen Schraubbolzen. Er kann unterschiedliche Ausführungen haben.

Schaekel 

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Schiffsbewegungen
Das Meer ist immer in Bewegung. Die kleinsten Wellen bewegen auch das Boot. Je nach Winkel der Bootsachse zu den Wellen unterscheiden wir folgende Bewegungen:
Rollen: Rotationsbewegung um die Längssachse des Schiffes
Gieren: Rotationsbewegung um die Hochachse des Schiffes
Stampfen: Rotationsbewegung um die Querachse des Schiffes
Tauchen: Horizontales Auf- und Niedersinken des Schiffes
Schwojen: Die Bewegung eines Schiffes um den Anker (Grund: Änderung der Strom und/oder Windrichtung)
Slamming: Hartes Einsetzen in die See (in Wellenberge)
Wogen: Vor- und Zurücksetzen des Schiffes in Fahrtrichtung

Schiffsbewegungen

 

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Schoten sind bei Segelbooten Leinen, mit denen die Segelstellung verändert werden kann. Sie werden dem Segeltyp entsprechend bezeichnet: Genuaschot, Großschot, Spinnakerschot usw.

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Schralen ist die Änderung der Windrichtung nach vorne. D.h. bei unverändertem Kurs müssen die Segeln angeholt werden.

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Schratsegel sind mit einer Seite (Liek) in der Schiffslängsachse gesetzt. Damit erreichen sie höhere Kurse am Wind als Boote mit Rahsegel.

Schratsegler

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Schwojen auch schwoien sind Bewegungen eines Wasserfahrzeuges, dass am Anker oder an der Boje angelegt hat. Der Bewegungsradius ist durch die Länge der Kette oder Leine beschränkt. Durch die Änderung der Windrichtung oder Strömungsrichtung verändert sich auch die Position des Wasserfahrzeuges. Das Fahrzeug bleibt nicht in der Windschattenseite vom Anker stehen, sondern durch die unsymmetrische Windlast beginnt es sich zu bewegen, bis es die Ankerkette stoppt. Dadurch wird es umgedreht und fährt in die andere Richtung, bis es die Ankerkette stoppt. Der Vorgang wiederholt sich.schwojen

Im Bild: Trackaufnahme einer Nachtankerung – das Segelboot „machte„ in der Nacht 8 sm über Grund.

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Seekarte

Eine Seekarte stellt die Gebiete für die Schifffahrt dar. Dazu gehören Seewege, Küsten, Untiefen, Seezeichen, Fahrrinnen etc. von einem bestimmten Seegebiet (z. B. Adria).
Die Maßstäbe von Seekarten reichen von etwa 1:25.000 bis 1:100.000 (für großmaßstäbige Küstenkarten) bis 1:10 Millionen (kleinmaßstäbige Ozeankarten), die auch „Übersegler„ genannt werden.
Eine großmaßstäbige Seekarte enthält neben der Angabe des Maßstabes und des Herausgabejahres mit dem Stand der Berichtigung u. a.:

  • die Küstenlinie
  • Tiefenlinien (üblich sind 0 m, 2 m, 5 m, 10 m, 20 m und 50 m) und Einzeltiefen bezogen auf das Seekartennull
  • die Seezeichen als genormte Symbole
  • bei Leuchtfeuern Angaben, in welchen Sektoren das Leuchtfeuer in welchen Farben und mit welchen Kennungen leuchtet
  • Wracks und andere Unterwasserhindernisse wie z. B. große Steine, Pipelines oder Seekabel
  • Angaben über gefährliche Wasserfahrzeuge wie z. B. HSC (Hochgeschwindigkeitswasserfahrzeug)
  • Warnungen über unzuverlässige Tiefenangaben, Anomalien im Erdmagnetfeld, gefährliche Strömungen usw.
  • Verkehrstrennungsgebiete und Wasserstraßen
  • militärische und andere Sperrgebiete
  • die wichtigsten Ortschaften, Verkehrswege und Höhen nahe der Küste
  • ein Gradnetz aus Längen- und Breitengraden
  • die magnetische Deklination (Missweisung, Differenz vom geographischen Nord und magnetisch Nord) sowie deren jährliche Änderung.

Landgebiete (üblicherweise Gebiete über dem mittleren Hochwasser) werden mit einem gelblichen Flächenton dargestellt, der Flachwasserbereich in verschiedenen Blautönen, trockenfallende Gebiete (Flächen mit einer Höhe zwischen Seekartennull und MHW) z. B. Watt grün eingefärbt. Die Tiefwassergebiete haben einen weißen Hintergrund. Seezeichen, Symbole, Abkürzungen und Begriffe in Seekarten sind in der sogenannten Karte 1 (INT 1) aufgeführt.

Seekarte

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Seezeichen dienen der Navigation auf Sicht.
Sie sind durch Form und Farbe sowie durch entsprechende Befeuerung eindeutig unterscheidbar. Die Bedeutung der Seezeichen ist international festgelegt (International Association of Lighthouse Authorities (IALA)). Seezeichen mit Radarantwortbaken (Racon) zeigen sich auf einem Radarschirm mit besonderen Zeichen (meist Morsecodes), die in Seekarten eingetragen sind.

Die Seezeichen werden in 5 Klassen eingeteilt:

Lateralzeichen dienen zur seitlichen Markierung von Fahrwassern.

Fahrwassermittezeichen oder Ansteuerungstonnen markieren den seeseitigen Beginn eines Fahrwassers.

Kardinalzeichen kennzeichnen Wrack, Hindernisse im Wasser oder Untiefen. Durch Farbe und Form sind sie richtungsbezeichnend.

Einzelgefahrzeichen markieren Gefahrenstellen, die grundsätzlich von allen Seiten passiert werden können.

Sonderzeichen markieren besondere Gebiete wie Sperrgebiete, Fischereigründe, Muschelfarmen, militärische Gebiete, Naturschutzgebiete.

Seezeichen

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Segel

Segel dient dem Segelboot als Antrieb durch den Wind. Der Winddruck wirkt auf der, dem Wind zugewandten Seite (Luv) und als Zug auf der, dem Wind abgewandten Seite (Lee).
Es wird aus Tuch- oder Kunstfaserbahnen gefertigt.

Bezeichnung der Segelseiten - Lieken:
Vorliek – die bugwärtige Seite des Segels
Unterliek – die untere Seite des Segels
Achterliek – die heckwärtige Seite des Segels

Bezeichnung der Segelecken:
Kopf – oberste Ecke des Segels, wird meistens verstärkt ausgeführt. Am Kopf wird das Segel mit dem Fall hochgezogen.
Hals – vordere, untere Ecke des Segels. Mit Spannen des Halses nach unten (Cunningham bei regattatauglichen Booten) kann der Bauch des Segels verändert und damit getrimmt werden.
Schothorn – hintere, untere Ecke des Segels. Bei Rollmastsegel wird mit dem Zug am Schothorn das Segel gesetzt.

Segelbeschreibung

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Segelschwerpunkt ist der Punkt, in dem man die Wirkung des Windes auf alle Segel zusammenfassen kann.

segelschwerpunkt

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Seiten des Bootes werden bezeichnet: Bootseiten

  • Vordere Teil des Bootes – Bug, vorn, Vorschiff
  • hintere Teil des Bootes – Heck, achtern, Achterschiff
  • in Fahrtrichtung linke Seite des Bootes – Backbord (Bb)
  • in Fahrtrichtung rechte Seite des Bootes – Steuerbord (Stb)

 

 

 

 

 

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Sichtweite ist die Distanz, über die ein Objekt, der Erdkrümmung wegen, noch zu sehen ist. Siehe auch Tragweite.

TrSiWeite

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Sixtant (auch Sextant) ist ein optisches Instrument, mit dem man Winkel misst.

sextant

Mit dem Winkel zwischen dem Horizont und einem bekannten Himmelskörper (astronomische Navigation) wird der Standort bestimmt oder mit der Höhe eines Turmes seine Entfernung.

d[sm] = 13/7 * H[m] / n[Min]                                    Hhenmessung000

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Skipper

Als Skipper wird ein Schiffsführer auf einem Freizeitboot genannt. Er hat die Letztverantwortung für Boot und Crew für den Zeitraum des Törns. Mit folgenden Aufgaben:

  • Törnplanung, mit Plan B
  • Crewbesprechungen
  • Wetterinformationen
  • Bootsübernahme
  • Durchführung der Sicherheiteinweisung
  • Aufstellung des Wacheplans mit Wachführer
  • An- und Einweisungen der Crew
  • Crewaufgaben überwachen
  • Konfliktlösungen
  • Kontrolle des Bootszustandes und der Geräte

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Slip - Knoten auf Slip legen - das freie Ende eines Knoten wird nicht durchgezogen, sondern mit einer Bucht festgezogen. Dadurch kann der Knote schnell wieder gelöst werden. Der bekannteste ist der Schuhbandknoten mit einer Masche.
- Leine auf Slip legen - die Leine wird vom Boot zum Befestigungspunkt gelegt, z.B. durch einen Ring geführt oder über einen Poller gelegt - und wieder zum Boot zurück geführt und dort belegt. Damit ist man unabhängig von Hilfediensten an Land und die Crew kann beim Ablegen im Boot bleiben.

  Slip

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Spinnaker ist ein besonders großes, meist symmetrisches Vorsegel aus leichtem Tuch, das vor dem Wind und auf Raumschotkurs zur Vergrößerung der Segelfläche eingesetzt wird.

 Spinnaker

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Sportbootschein - das internationale Zertifikat (IC) für die Führung von Jachten (Motorjachten und/oder Segeljachten) wird in Österreich von der viaDonau im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Innovation und Technologie ausgestellt. Für das Erlangen des IC müssen die, vom BM herausgegebenen Bedingungen, erfüllt werden.

IC wird für folgende Fahrtbereiche ausgestellt:

  • FB1: Watt- oder Tagesfahrt, 3 sm
  • FB2: Küstenfahrt, bis 20 sm
  • FB3: Küstennahe Fahrt, bis 200 sm
  • FB4: Weltweite Fahrt, über FB3 hinaus

Nähere Details hier und hier

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Sprayhood schütz den Vorderteil des Cockpits und den Niedergang vor Regen und Wind. Sie ist aus Tuch, aufgespannt auf einem Rohrrahmen mit eingearbeiteten Fenstern aus Kunststoff. Dieser Rahmen ist klappbar.

Sprayhood

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Stag ist bei Segeljachten meist ein Stahlseil zur Absicherung des Mastes. Er stützt den Mast gegen Windkräfte. Stage gehören zum stehenden Gut. Es gibt je nach Stützrichtung Vorstag, Achterstag, Backstag, Babystag und auf Mehrmastbooten noch einige andere.

Anfang

 

Standlinie wird in der terrestischen Navigation eine gerade Linie auf der Erdoberfläche bezeichnet, die den Beobachter und das Objekt verbindet. Der einfachste Fall einer Standlinienbestimmung ist die Peilung. Die Peilung wird meist auf der Seekarte ausgewertet.

Anfang

Das stehende Gut umfasst alle Stage und Wanten, die den Mast abspannen. Durch die Änderung der Spannung an den Stagen kann eine Biegung des Mastes erreicht werden, die sich auf das Trimmen der Segel auswirkt.

Anfang

Terrestrische Navigation nennt man die Standortbestimmung auf See mithilfe von Standlinien, die in eine Seekarte eingezeichnet werden. Dazu werden benötigt:

  • Seekarte
  • 2 Dreiecke oder Plotter
  • Kompass, Sextant
  • Auf der Seekarte und in der Landschaft vorhandene Markierungen

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Teufelskralle verhindert den Zug der Kette an der Ankerwinsch bei gesetztem Anker. Sie wird in die Kette eingehängt und mit einer Leine an der Bugklampe fest gemacht. Wenn die Kette einige Zentimeter nachgelassen wird, wird das Getriebe in der Winsch nicht belastet und die Kette kann nicht aus der Kettennuss herausspringen.

Teufelskralle

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Tragweite ist die Distanz, über die ein Leuchtfeuer, in der Nacht, ohne technische Hilfsmittel, noch wahrnehmbar ist. Die Tragweite ist vom Wetter abhängig (Schnee, Nebel, Dunst, Regen und anderes). Siehe auch Nenntragweite und Sichtweite.

TrSiWeite

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Traveller ist ein Schlitten auf einer Schiene, an dem die Großschot befestigt ist. Der Schlitten kann durch Leinen auf einer Position fixiert werden. Damit kann das Großsegel getrimmt werden. Eine Verschiebung nach Luv öffnet das Segel, es wird bauchiger. Mit der Verschiebung nach Lee wird die Krängung und Luvgierigkeit verringert.

Traveller

Anfang

Trosse ist ein starkes Schiffstau, das zum Schleppen, Verholen, Festmachen und Ankern der Schiffe verwendet wird.

Trosse

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Unterliekstrecker ist eine Leine, mit der das Schothorn des Großsegels entlang des Baumes gezogen oder gespannt wird.

Unterliekstrecker

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Variation/Missweisung ist die Abweichung zwischen geographischem und magnetischem Nordpol. Der geographische Nordpol ist der nördlichste Punkt der Erdachse und bleibt unverändert. Der magnetische Nordpol wird vom Kompass angezeigt und wandert jährlich um einige Bogenminuten. In den Seekarten ist diese Änderung dokumentiert.

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Verholen bedeutet, das Boot (ohne Motor oder Segel) von einem Ort zum anderen ziehen. Das kann mit der Winsch oder mit Handzug erfolgen.

Anfang

Verdränger sind Boote, die während der gesamten Fahrt bis zur Wasserlinie eingetaucht bleiben. Das verdrängte Wasser hält das Boot an der Oberfläche. Siehe auch Gleiter.

Anfang

Verkattern ist das Verankern eines Schiffes mit zwei Ankern, die in eine Reihe hintereinander gesetzt werden.

Manöverbeschreibung hier.

Anfang

Vermuren ist das Verankern eines Schiffes mit zwei Ankern.

VermurrenLex

Manöverbeschreibung hier.

Anfang

Vorleine ist eine Leine zum Festmachen des Bootes am Steg. Sie wird vom Bug nach vorne am Steg geführt und hindert den Bug an einer Bewegung vom Steg weg.

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Vorspring ist eine Leine zum Festmachen des Bootes am Steg. Sie wird am Boot von vorne nach hinten am Steg geführt und hindert das Boot an einer Bewegung nach vorne.

Anfang

 

Vorstag ist bei Segeljachten meist ein Stahlseil zur Absicherung des Mastes. Es stützt den Mast gegen Windkräfte von vorne. Es wird vom Bug zum Masttop oder knapp darunter geführt.

Anfang

Wachführer

Der Wachführer ist im vereinbarten Zeitraum, für die Durchführung aller, das Boot und die Crew betreffender Manöver verantwortlich. Das gilt, solange sich das Boot in Fahrt befindet. Er ist dem Skipper für die Bootsführung verantwortlich. In dem Zeitraum übernimmt er folgende Aufgaben:

  • Teilt der Crew Funktionen zu, wie Navigator, Steuermann, Bordtechniker und auch alle weiteren Aufgaben, die zum Gelingen des Törns notwendig sind (z. B. Essen bereiten ...)
  • Achtet auf Ordnung und Sicherheit
  • Überwacht und teilt die Crew bei allen Manövern ein
  • Übernimmt die Aufgabe des Steuermanns bei allen kritischen Manövern, wenn kein anderes Crewmitglied verfügbar ist. Dies kann sein
    • Ein- und Auslaufen aus der Marina
    • Hissen
    • Bergen
    • Reffen von Segeln
    • Ausweichmanöver usw.
  • Funktionstüchtigkeit des Bootes überwachen
  • Wetter beobachten
  • Befindlichkeit der Crew

Die Übergabe (Wachablöse) muss eindeutig, in beider Kenntnisnahme, erfolgen. Sie wird im Logbuch eingetragen.

 Anfang

Wahrer Ort siehe Beobachteter Ort

Anfang

Want ist bei Segeljachten meist ein Stahlseil zur Absicherung des Mastes. Sie stützt den Mast gegen seitliche Windkräfte. Wanten werden immer paarweise montiert, auf der Backbord- und Steuerbordseite. Sie werden von dem Pütting am Deck zum Masttop geführt. Mit der Saling werden sie vom Mast weggehalten, um den Abspannwinkel zum Mast zu vergrößern. Durch die Saling ergibt sich eine Trennung in Ober- und Unterwant.

 Anfang

Warpanker ist ein kleiner Anker, mit dessen Hilfe das Schiff auf einen anderen Platz verholt wird. Mit einem Beiboot wird der Anker in die Richtung ausgebracht, in die das Schiff verholt werden soll. Das Einholen der Kette oder Trosse erfolgt dann mit der Ankerwinsch. Damit kann auch gegen starke Strömung oder heftigen Wind verholt werden, wo das Schleppen mit Beiboot nicht mehr möglich wäre.

 Anfang

Wende ist ein Segelmanöver, bei dem der Kurs so geändert wird, dass der Bug durch den Wind geht und dieser von der anderen Bootsseite kommt.

Wende

Anfang