Die kleine Flottille der Seefahrervereinigung Strongbow war von 16.2. - 2.3.2019  im Revier der Kap Verd'schen Inseln unterwegs.

Die Route führ über eine Gesamtdistanz von ca. 440 Seemeilen von Sao Vicente über Santa Luzia, Sao Nicolau nach Santiago und Fogo. Ein langer Schlag samt Nachtfahrt Richtung Norden bringt die Segler zurück nach Sao Nicolau als letzten Landfall bevor in der Marina Mindelo auf Sao Vicente der Törn sein Ende findet.

 

Der spärlichen und kostenintensiven Telefonverbindung geschuldet lassen nur wenige Bilder und Kurznachrichten das Wohlergehen der Crews erahnen.

Einige davon sollen dennoch als Statusupdates hier wiedergegeben werden:

18. Februar
Nordostpassat
"Wir haben ständig Wind mit ca. 20kt, Spitzen bis 42 kt. Die Wellenhöhe auf offenem Wasser liegt bei 2-3m."
Die aktuellen Windverhältnisse könnt ihr  hier mitverfolgen.

23. Februar
Ein paar Tage viel Wind...
"Die Crew von Markus war den Bedingungen nicht gewachsen. Sie bricht den Törn vorzeitig ab."

26. Februar
Natur, Natur, Natur
"Die Ankerplätze sind großteils sehr geschützt, die Nächte ruhig.
Der Landuasflug auf der Vulkaninsel Fogo im Süden war einmalig schön!"

28. Februar
Kurs Nord
"Sind wieder unterwegs Richtung Sao Vicente. Wir wollen zum Karneval nach Mindelo. Danach haben wir noch ein paar Wanderungen auf Santo Antao geplant."

*** Fortsetzung folgt ***

 

 7. März
Santo Antao
Senden ein paar Fotos aus dem Nordosten von Santo Antao.
Das Tal "Ribeira Grande" und die gleichnamige Hauptstadt sind touristisch kaum erschlossen. Dafür warten versteckte Kleinode entdeckt zu werden! Ein paar kleinere Wanderungen und dem wunderbaren Ausblick vom Leuchtturm auf "Ponta da Farol" auf den azurblauen Atlantik wird der Besuch auf dieser Insel belohnt. Die Wege sind allerdings unvergleichlich steiniger als bei uns - die Füße schmerzen!

 

10. März
Sao Vincente
Wir fliegen zuerst nach Santiago und machen einen Ausflug in die Mitte der Insel nach Assomada.
Dann der Rückflug über Lissabon und die Flottille findet endgültig ihr Ende.

 

Die Republik Cabo Verde ist ein 450 km vor der Westküste Afrikas gelegener Inselstaat. 9 der 16 Inseln sind bewohnt. Vor der Entdeckung durch portugiesische Seefahrer im 15. Jahruhndert und Besiedelung waren die Inseln vermutlich unbewohnt. Aus der Durchmischung europäischer Siedler und afrikanischer Sklaven entwickelte sich eine neue kreolische Kultur.

Durch das Fehlen von Bodenschätzen, aber auch von Regen gibt es weder nennenswerte Industrie noch intensive Landwirtschaft. Der Nordostpassat verschärft das Nahrungsmittelproblem, sodass über 90% der Nahrungsmittel importiert werden müssen.

Auch der Tourismus entwickelt sich nur zögerlich. Naturliebhaber kommen allerdings im milden Klima voll auf ihre Kosten. Die Seglerszene hat sich in den vergangenen 10 Jahren intensiviert. Jahresdurchschnittstemperaturen um die 25°C und der stete NO-Passat (im Winterhalbjahr mit 4-6 Bft, im Sommerhalbjahr mit 3-4 Bft) bieten die Rahmenbedingungen für ausgedehnte Törns abseits überfüllter Buchten und lauter Marinas.

Bericht

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