Jahrgang 1977

Meine ersten Segelversuche waren der Grundkurs auf der Alten Donau so um das Jahr 2000.
Mit meiner Segelpartnerin war aber schnell klar, dass es mehr Wasser geben muss und bald danach haben wir den A-Schein (Binnenschein) in Weiden am See (Neusiedlersee) erworben. Nach 2 Saisonen Jollensegeln war dann aber auch schon wieder Schluss. Meine Segelpartnerin war ins Ausland gegangen und ich hatte meine Diplomprüfung abgeschloßen und dann meinen ersten Job angetreten.


Segeln blieb dann für gut 5 Jahre im (Neusiedlersee)-Sand stecken, aber es war mir klar, ich wollte Meerwasser um mich herum.
2005 gelang der Sprung ins Meerwasser, zum Jachtsegeln. Das Revier war vorerst das Mittelmehr, Obere und Mittlere Adria, dann weitete sich der Horizont zu Türkei und Griechenland.
Alle Positionen habe ich durchlaufen: von Smutje über Deckshand und ab der 5. Saison sogar Wachführer. Der Termin war der Fixpunkt im Kalender - jedes Jahr, Ende September, 1
Woche. Außer 2020, dieses Jahr war anders, nicht nur für die Segelwelt.

Es war Sommer 2019, ein Familien-Badetörn mit meiner Nichte und meinem Neffe und deren Großeltern, Renate und Stefan, da taucht aus den Tiefen des Ionischen Meeres dann eine „wegweisende“ Frage und Entscheidung auf: „Warum hast du, machst du nicht einen Schein“?
Im Herbst gibt es dann die Möglichkeit den FB2 Schein, im teilweisen "Fernstudium", bei Strongbow zu erwerben. Perfekt für jemanden wie mich, der viel Zeit in Hotelzimmern verbringt, es aber nicht schaffen kann, regelmäßig zu einem Kurs zu gehen.
Der Prüfungstörn war dann Corona-bedingt vom Frühjahr in den Herbst verschoben, aber dennoch ein voller Erfolg.

Jetzt stellt sich die Frage: „Wohin geht die nächste Reise?“
Erfahrungen sammeln als Skipper und später dann den FB3 Schein erwerben ….das war klar.
Dann gibt es da ja noch eine Abzweigung: Regatta-Erfahrung, Offshore-Erfahrung sammeln, ja unbedingt, bitte!

Erlebnis- und Abenteuerdrang haben gesiegt. Regatta und Offshore ergab sich gleich im Doppelpack. Aus den Tiefen des Ozeans – die nächste Horizonterweiterung – springt mich diese Bewerbung an: für die Renn-Crew des "Clipper Round The World Race".
Zeitlich ist das gesamte Rennen für mich nicht zu schaffen (~11 Monate), aber zumindest einen Teilabschnitt (Ostaustralien -> China Route 5) habe ich für 2022/23 bereits fix.
Die "Hürden" dafür war letztendlich nicht nur den Mut zu finden auf den "Bewerbungsbutton" zu klicken.
Danach online ein Bewerbungsformular auszufüllen, einen mehrseitigen Vorinterview-Fragenkatalog zu beantworten und zu guter Letzt ein rund einstündiges Bewerbungsgespräch per Videokonferenz.
Um sich für das verbindliche Training anmelden zu können muss man dann noch einen medizinischen Report vom Hausarzt ausfüllen lassen.

Das Training startet für mich in Gosport/England im April 2021.
Auf einer 68er Rennjacht kann die nächste Segelsaison gerne starten.
 

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